Kabarett Simpl

Das Kabarett Simpl ist eine der erfolgreichsten und bedeutendsten Kabarettbühnen in Österreich und lehnte sich zur Zeit seiner Gründung an die damals hoch erfolgreiche satirische Wochenzeitschrift "Simplicissimus" an, deren Rote Bulldogge als Markenzeichen übernommen wurde. In seinem über 100-jährigen Bestehen brachte das Kabarett Simpl immer wieder bedeutende Kabarettgrößen hervor und trug dadurch wesentlich zur Entwicklung der österreichischen Kulturlandschaft bei.

Geschichte des Hauses – Vom Wirtshaus zum Revuetheater

Die Erfolgsgeschichte des Kabarett Simpl begann im Jahre 1912, als das „Bierkabarett Simplicissimus“ ursprünglich als Gaststätte mit Vergnügungsprogramm eröffnet wurde. Gezeigt wurden dabei ein buntes Programm von Chansons, Klavierimprovisationen und artistischen Darbietungen. Erst Jahre später entwickelte sich die von den Wienern schon bald liebevoll als „Simpl“ bezeichnete Gaststätte zu einem kabarettistischen Revuetheater.

Das neue „Wiener Genre“ erobert die Bühne

Geprägt wurden die Jahre zwischen 1920 und 1930 besonders durch Karl Farkas und Fritz Grünbaum, die zusammen das hoch erfolgreiche Konzept der „Doppelconference“ entwickelten und damit einem neuen Genre zu größter Beliebtheit verhalfen. Bei der „Doppelconference“ wird nach Hugo Wiener ein „Dialog zwischen einem G'scheiten und einem Blöden geführt, worin der G'scheite dem Blöden etwas Gescheites möglichst gescheit zu erklären versucht, damit der Blöde möglichst blöde Antworten darauf zu geben imstande ist - mit dem Resultat, dass zum Schluss der Blöde zwar nicht gescheiter, aber dem gescheiten die Sache zu blöd wird“.

Nachdem während der Zeit des Nationalsozialisten zahlreiche jüdische Künstler des „Simpl“- darunter Fritz Grünbaum- verfolgt und ermordet worden waren, nahm das Theater seinen Betrieb schon bald nach Kriegsende wieder auf. Heute ist das Kabarett Simpl nach wie vor für seine pointierte, satirische Behandlung tagesaktueller Themen bekannt.

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