Wiener Hofburg

Die Hofburg war bis zum Ende der Monarchie im Jahre 1918 Residenz der Habsburger in Wien. Während dieser Zeit wurde die Hofburg zum Zentrum europäischer Politik. Hier entwarf Kaiser Joseph II. sein legendäres Reformprogramm, hier tagte und tanzte der Wiener Kongress, hier gewährten zahlreiche Kaiser Audienz. Doch auch noch heute kommt der Wiener Hofburg eine zentrale politische Stellung zu: Seit 1945 ist sie Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten.

Geschichte der Hofburg – Ein Gebäudekomplex unterschiedlichster Kunstepochen

Der ursprüngliche Bau der Wiener Hofburg geht auf die Dynastie der Babenberger zurück, die an der heutigen Stelle im 13. Jahrhundert eine mittelalterliche befestigte Burganlage errichten ließen. Nach der Machtübernahme durch die Habsburger wurde die Hofburg in der über 600 Jahre andauernden Herrschaftsperiode laufend erweitert. Daraus resultierte der heute bestehende, asymmetrische Komplex, der sich über 240.000 m2 erstreckt und aus 18 Trakten, 19 Höfen und 2.600 Räumen besteht. Die Gestaltung der Erweiterungen seit dem 16. Jahrhundert repräsentiert dabei gleichzeitig einen Querschnitt über die Entwicklung der Kunstgeschichte. In der Wiener Hofburg finden Trakte der unterschiedlichsten Epochen zusammen- von der Gotik, über die Renaissance, das Barock, bis hin zu zeitgenössischen Innenausbauten.

Sehenswürdigkeiten innerhalb der Burggebäude

Der Gebäudekomplex der Wiener Hofburg beherbergt heute zahlreiche kulturelle Einrichtungen. In der legendären Silberkammer, dem Sisi Museum und den Kaiserappartements werden eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Wiener Hofburg und die Welt der Habsburger ermöglicht. Daneben bietet die ebenfalls hier angesiedelte Spanische Hofreitschule ihren Besuchern Führungen und beeindruckende Darbietungen der berühmten Reitschule. Ebenso findet sich innerhalb der Burggebäude unter anderem die öffentlich frei zugängliche Österreichische Nationalbibliothek.

Der Burggarten – Der kaiserliche Anlage als Quelle der Erholung

Südlich angrenzend zur Neuen Burg schließt der Burggarten an, der früher- im Gegensatz zum Volksgarten- nur Mitgliedern der kaiserlichen Familie vorbehalten war. Seit den 1920er-Jahren wurde der Burggarten schließlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seitdem ein beliebter Ort der Wiener, um dem Großstadtstress zu entkommen und ihre Freizeit zu genießen.