Johann Strauss Vater

Johann Strauss Vater war ein österreichischer Komponist und Dirigent, der durch seine zahlreichen Konzertreisen für die internationale Etablierung des Walzergenres verantwortlich zeichnete. Mit mehr als 150 Walzer, Polkas, Galopptänze und Märschen gilt er neben seinem Sohn Johann Strauss als einer der wichtigsten Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Musikalisches Schaffen

Johann Strauss Vater wurde 1804 in einer damaligen Wiener Vorstadt geboren und begeisterte sich schon in jungen Jahren besonders für Volksmusik. Sein musikalisches Talent wurde früh durch Geigen- und Musiktheorie-Unterricht gefördert. Bald lernte er u.a. Josef Lanner kennen, mit dem er gemeinsam in einer Kapelle spielte, ehe er erstmals 1825 öffentlich als Komponist in Erscheinung trat.

2 Jahre später feierte mit seinem ersten Walzer- dem „Täuberl-Walzer“- seinen ersten großen Erfolg. Auch der Beifall für seine folgenden Werke war überwältigend. Schnell ließ sich das Publikum von seinen Kompositionen- allen voran dem „Kettenbrücken-Walzer“- überzeugen, Strauss wurde quasi über Nacht zum gefeierten Star.

Nachwirkung & Bedeutung des Gesamtwerks

Nach der Gründung seines eigenen Orchesters unternahm Johann Strauss Vater zahlreiche Reisen durch Europa, in denen er das Publikum mit seinen Werken begeisterte. Dabei förderte er insbesondere das breite Interesse an seinen Walzerkompositionen, und ebnete damit einer neuen Ära in der Musikgeschichte den Weg- Ein Weg, von dem auch sein später als „Walzerkönig“ bezeichneter, gleichnamiger Sohn Johann Strauss profitieren konnte.

Sein zweifellos berühmtestes Werk ist der „Radetzky-Marsch“ (1848), den er aus Anlass des Sieges der österreichischen Armeen gegen die italienischen Truppen Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz widmete. Das Werk bildet noch heute den traditionellen Abschluss des alljährlichen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker.

Bedeutendste Werke Strauss (Auswahl):

Op. 004 – „Kettenbrücken-Walzer“
Op. 009 – „Seufzer-Galopp“
Op. 120 – „Cäcilien-Walzer“
Op. 127 – „Donaulieder“
Op. 154 – „Loreley-Rheinklänge“
Op. 204 – „Helenen-Walzer“
Op. 208 – „Die Schwalben“
Op. 228 – „Radetzky-Marsch“