Kammerspiele Wien

Die Wiener Kammerspiele wurden 1910 im Souterrain eines neu erbauten Geschäftshauses nach den Entwürfen der Architekten Franz Freiherr von Krauss und Josef Tölk errichtet. In jüngster Vergangenheit brachte die Leitung der Kammerspiele vermehrt die Intention zum Ausdruck, die Bühne insbesondere für die Aufführung von modernen Werken zeitgenössischer Autoren nützen zu wollen.

Geschichte des Hauses – Der unvergessene Theaterskandal

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und nur wechselhaftem Erfolg wurde das Haus im Jahr 1921 an das Wiener Volkstheater angegliedert. Zum unrühmlichen Höhepunkt in der damals noch jungen Geschichte des Hauses wurde der Theaterskandal desselben Jahres, als die österreichische Erstaufführung von Schnitzlers „Reigen“ durch antisemitische Hetzkampagnen in diversen Medien gezielt gestürmt wurde. Stinkbomben wurden geworfen, Zuschauer attackiert und der anwesende Autor konnte sich selbst nur mit Mühe in Sicherheit bringen.

Die Kammerspiele als Boulevardbühne der Josefstadt

Nachdem die Kammerspiele im Zuge der allgemeinen Theatersperre der Nationalsozialisten 1944 geschlossen wurden, standen sie nach Kriegsende zunächst unter öffentlicher Verwaltung, ehe sie 1949 als Boulevardbühne an das Theater in der Josefstadt angegliedert wurden.

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