Malteserkirche Wien

Die Malteserkirche ist ein im gotischen Stil errichtetes Bauwerk, das sich direkt auf der Kärntner Straße im Zentrum von Wien befindet. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Johannes dem Täufer gewidmete Gebäude unter Denkmalschutz. Nach mehrmaligen Besitzerwechseln befindet sich die Kirche heute im Besitz des Malteserordens.

Geschichte der Malteserkirche

Dort, wo seit dem Jahre 1217 das „Haus der Prueder des Ordens von Sand Johannis“ stand, wurde im 15. Jahrhundert das heutige Kirchengebäude errichtet. Zuvor hatte Herzog Leopold VI. Mitglieder des Johanniterordens, aus dem später die Malteser hervorgingen, nach Wien berufen, um hierzulande die Krankenpflege, Seelsorge und die Versorgung der Armen zu forcieren.

Nach dem Ersten Weltkrieg sah sich der Malteserorden aufgrund der hohen Kosten, die für das Betreiben der Lazarette sowie der chirurgischen Ambulanzen während des Krieges angefallen waren, gezwungen, die Kirche und den dazugehörigen Johanneshof zu verkaufen. Erst 1960 gelang es Vikar Dr. Johannes Graf Trapp, die Kirche für den Malteserorden zurückzukaufen.

Veranstaltungen in einzigartiger Atmosphäre

Als besondere Sehenswürdigkeiten sind vor allem die zahlreichen, noch heute erhaltenen Reliefs, die imposante Barockorgel und die 40 Wappenschilder innerhalb der Kirche zu nennen. Neben zahlreichen Gottesdiensten und Messen ist das Gebäude überdies Spielstätte für zahlreiche Konzerte oder Liederabende. Das stilvolle Ambiente und die gute Akustik sorgen bei den hier stattfindenden Veranstaltungen jedenfalls für unvergessliche Eindrücke.