Wiener Musikverein

Der Musikverein ist eines der traditionsreichsten Konzerthäuser in Wien und insbesondere für die ausgezeichnete Akustik seines Großen (Goldenen-) Saals bekannt. Daneben erfreut sich auch das jährlich hier stattfindende Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker weltweit größter Beliebtheit.

Geschichte des Hauses – Der Bau im Zeichen der „Griechischen Renaissance“

Vor über 200 Jahren- im Jahre 1812- wurde die „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“ von Joseph Sonnleithner gegründet. Die ab 1831 in einem kleinen, lediglich 700 Zuschauer fassenden Saal stattfindenden Konzerte waren stets binnen kürzester Zeit ausgebucht und schon bald zeigte sich der Bedarf einer neuen, größeren Spielstätte.

1863 stimmte Kaiser Franz Joseph I. schließlich dem Vorschlag des Stadterweiterungsfonds zu, der Gesellschaft der Musikfreunde das gegenüber der Wiener Karlskirche gelegene Areal kostenlos für die Erbauung eines Konzerthauses zu überlassen. Der daraufhin beauftragte Architekt Theophil von Hansen folgte- durch seinen mehrjährigen Athen-Aufenthalt geprägt-  vor allem dem griechischen Vorbild, dessen Adaptierung er selbst gerne als „griechische Renaissance“ bezeichnete. Der griechische Einfluss äußerte sich insbesondere in den Karyatiden im Großen Musikvereinssaal, den ionischen Säulen und dem Tempeldach im kleineren Brahms-Saal.

Glanzvolle Akustik bringt weltweiten Ruhm – Der Goldene Saal

Bereits kurz nach der Eröffnung im Jänner 1870 wurde die grandiose Akustik des Goldenen Saals von allen Seiten gelobt. Rasch verbreitete sich die Nachricht weltweit, was einen bis heute ungebrochenen Ansturm von Besuchern nach sich zog. Ohne Zweifel gilt der Große Saal auch heute noch als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt, wenngleich die hervorragende Qualität der Akustik eher auf Zufall, denn auf das Können des Architekten zurückgeführt werden kann.