Palais Auersperg

Das Palais Auersperg wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von den berühmten Barockarchitekten Johann Fischer von Erlach und Lucas von Hildebrandt geplant und erbaut. Seitdem spielt es eine zentrale Rolle in der europäischen Politik-, Musik- und Gesellschaftsgeschichte. 1953 wurde das Palais Auersperg um ein Restaurant, einen Wintergarten und mehrere Veranstaltungsräume erweitert. Die prunkvollen, insgesamt 11 Säle werden heute vor allem für kulturelle Veranstaltungen und Bälle genutzt.

Geschichte des Palais Auersperg

Den Namen erhielt das barocke Palais durch Johann Adam Fürst Auersperg, der das Gebäude im Jahr 1777 erwarb. Als enger Vertrauter Maria Theresias lud er immer wieder zu musikalischen Veranstaltungen, die die Freizeitgestaltung der damaligen gesellschaftlichen Elite bedeutend prägen sollten.

Während des zweiten Weltkriegs bewohnte die Familie Auersperg die oberen Räume des Palais und hielten hier Widerstandskämpfer versteckt. 1944 wurde im Palais Auersperg die bedeutendste österrecihische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus gegründet, das „Provisorische österreichische Nationalkomitee“, welches abgekürzt vor allem als „O5“ bekannt ist. Ein Jahr später beschlagnahmte die Interalliierte Militärpolizei das Gebäude und nutzte es als Hauptquartier. Heute befindet sich das historische Gebäude in Privatbesitz.