Peter Tschaikowsky

Peter Iljitsch Tschaikowsky war einer der bedeutendsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Seine international bekannten Werke werden in der Musiktheorie der Romantik zugerechnet. Neben seinen 9 Opern sind vor allem seine Ballette von großer Bedeutung, mit denen er das Russische Ballett neu begründete.

Musikalisches Schaffen

Peter Tschaikowsky wurde im Jahr 1840 geboren und entstammte einer angesehenen bürgerlichen Familie. Der talentierte Musiker erhielt früh Klavierunterricht und zeigte seine außergewöhnliche Begabung schon als Kind. Dennoch stellte er erst mit 21 Jahren die Weichen für seine erfolgreiche Musikerkarriere, als er am Konservatorium St. Petersburg sein Musikstudium aufnahm. Dort wurde er persönlich vom bekannten russischen Pianisten Anton Rubinstein unterrichtet, und holte die ihm fehlenden Kenntnisse in Komposition und Musiktheorie nach. Die ersten Kompositionen Tschaikowskys, wie seine Ouvertüre „Romeo und Julia“, entstanden allerdings erst nach seinem Umzug nach Moskau 1870.

Auf große Erfolge musste der Komponist länger warten. Selbst der heutige Ballett-Klassiker „Schwanensee“ wurde zu seinen Lebzeiten vom Publikum verschmäht. In seinen letzten Jahren komponierte er viele seiner heute weltweit berühmtesten Werke, wie die Opern „Eugen Onegin“ und „Pique Dame“, die Ballette „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“,  sowie seine Ouvertüre „Hamlet“ und die Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“.

Neben seiner Arbeit als Komponist, war Tschaikowsky in späteren Jahren auch als Dirigent und Musikkritiker tätig. Als Letzterer brachte er vermehrt seine Ablehnung gegenüber Bach, Beethoven, Liszt oder Verdi zum Ausdruck, die er allesamt für „überschätzt“ hielt.

Wirkung & Charakteristika der Werke

Tschaikowskys Werke sind vor allem durch ihren sehr persönlichen, gefühlsstarken Ausdruckswillen gekennzeichnet, der sich in einer empfindungsvollen Melodik äußert. Darüber hinaus steht seine Musik in einem außergewöhnlichen Spannungsverhältnis zwischen der damaligen westlichen Musik und der russisch-nationalen Volkskunst, welche insbesondere von der so genannten „Gruppe der Fünf“ (Balakirew, Borodin, Cui, Mussorgski, Rimski-Korsakow) geprägt wurde.

Tschaikowsky hat in fast allen Gattungen bedeutende Werke komponiert. Den Höhepunkt seines musikalischen Schaffens bildeten seine Sinfonien Nr. 4 und 5, insbesondere aber seine Letzte- Die Sinfonie Nr. 6 „Pathétique“, die er kurz vor seinem Tod geschaffen hatte. Außerdem gehören seine Ballette „Schwanensee“ und „Der Nussknacker“ noch heute vielerorts zum Standard-Repertoire.

Bedeutendste Werke Tschaikowskys (Auswahl):

Op. 20 – „Schwanensee“
Op. 24 – „Eugen Onegin“
Op. 36 – Sinfonie Nr. 4 f-Moll “Fatum”
Op. 64 – Sinfonie Nr. 5 e-Moll
Op. 66 – “Dornröschen”
Op. 68 – “Pique Dame”
Op. 71 – „Der Nussknacker“
Op. 74 – Sinfonie Nr. 6 h-Moll „Pathétique“

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