Schloss Schönbrunn

Das Schloss Schönbrunn ist das größte Schloss Österreichs und die ehemalige kaiserliche Sommerresidenz der Habsburger. Mit etwa 7,6 Millionen Besuchern pro Jahr ist es eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Besonders imposant sind der große anliegende Schlosspark und der dazugehörige Tiergarten Schönbrunn- seines Zeichens der älteste noch bestehende Zoo der Welt. Seit 1996 ist das Areal Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Geschichte des Schönbrunner Schlosses –  „Welch‘ schöner Brunn!“

Der Name „Schönbrunn“ geht der Legende nach auf Kaiser Matthias (1557 – 1619) zurück, der hier während der Jagd einen Brunnen entdeckt und ausgerufen haben soll: „Welch‘ schöner Brunn!“. Das Areal gelangte erstmals 1569 in den Besitz der Kaiserdynastie, als Maximilian II. das weitläufige Grundstück zu Jagdzwecken erwarb und hier deshalb Wild ansiedelte. Zusätzlich ließ Maximilian II. Fischteiche anlegen und in einem abgegrenzten Bereich erstmals exotische Vögel, wie Truthühner und Pfauen halten. Ein Jahr später errichtete er im hier angelegten Tiergarten ein Jagdschloss.

Die Zweite Türkenbelagerung – Zerstörung & Neuerrichtung des Areals

Das damalige Jagdschloss und die Gärten wurden in den folgenden Jahrzehnten durch mehrere Zubauten erweitert, im Zuge der Zweiten Türkenbelagerung im Jahr 1683 jedoch bis zur Unbrauchbarkeit zerstört. Erst 4 Jahre später gab Leopold I. für seinen Thronfolger Joseph I. den Neubau eines repräsentativen Schlosses in Auftrag. Mit der Planung wurde der geniale Barockarchitekt Bernhard Fischer von Erlach betraut.

Schönbrunn wird zum Mittelpunkt des Höfischen Lebens

Unter Maria Theresia wurde das imposante Schloss als kaiserliche Sommerresidenz zum glanzvollen Mittelpunkt des höfischen Lebens. Seitdem war Schloss Schönbrunn nicht nur Veranstaltungsstätte zahlreicher Feierlichkeiten, sondern auch Ort höchster politischer Begegnungen. Diese Tradition hat sich teilweise bis in die Gegenwart gehalten, so finden etwa in der Großen Galerie noch heute zu besonderen Anlässen Staatsempfänge statt.

Historische Ereignisse im Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn zählt insgesamt 1441 Räume, von denen 45 besichtigt werden können. Zahlreiche Säle stehen eng in Verbindung mit historischen Ereignissen: Im Spiegelsaal etwa musizierte das damals 6-jährige Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart, im Vieux-Lacque-Zimmer konferierte Napoleon, in der Großen Galerie tagte 1814/15 der Wiener Kongress, und im Blauen Chinesischen Salon wurde durch Kaiser Karl I. 1918 das Ende der Monarchie beschlossen. Die ganz im Zeichen des Rokokostils gehaltene Innenausstattung der historischen Räumlichkeiten beeindruckt insbesondere durch ihre Ornamente aus vorwiegend 14-karätigem Blattgold, aber auch durch die imposanten böhmischen Kristallluster und Kachelöfen.