Wiener Staatsoper

Ausgezeichnet durch ein einzigartiges und vielfältiges Repertoire gilt die Wiener Staatsoper heute als eines der führendsten Opernhäuser der Welt. In der einzigartigen Atmosphäre des altehrwürdigen Gebäudes im Herzen von Wien wird den Zuschauern mit rund 1700 Sitz- und etwa 560 Stehplätzen ausreichend Platz geboten, um einen unvergesslichen Abend zu genießen.

Geschichte des Hauses – Vom umstrittenen Bau zur verehrten Kulturinstitution

Die Geschichte reicht bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als der damalige Kaiser Franz Joseph den Bau des Opernhauses öffentlich ausschreiben ließ. Der Grundplan wurde vom Wiener Architekten August von Sicardsburg entworfen, während die Gestaltung der Innendekoration in die Hände von Eduard van der Nüll gelegt wurde. Die feierliche Eröffnung erlebten die beiden Architekten jedoch nicht mehr mit- zu groß war der Druck seitens der Wiener Bevölkerung, die das Werk der Beauftragten verschmähte und das Haus als stillos abqualifizierte. Der sensible Van der Nüll wählte daraufhin gekränkt den Freitod, sein Freund Sicardsburg erlag kurze Zeit später einem Schlaganfall. In Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und seiner Gattin Kaiserin Elisabeth wurde das im Stile der Neorenaissance erbaute Haus schließlich am 25. Mai 1869 mit der Aufführung von Mozarts „Don Juan“ dennoch feierlich eröffnet.

Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen - Zerstörung & Wiederaufbau

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Wiener Staatsoper bildet die Zeit des Zweiten Weltkriegs, in der viele Mitglieder des Hauses von den Nationalsozialisten verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Von den zahlreichen Bombenangriffen auf Wien blieb auch das Opernhaus nicht verschont, und so dauerte es nach Kriegsende bis zum 5. November 1955, als die wieder aufgebaute Wiener Staatsoper mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik glanzvoll mit Beethovens „Fidelio“ neueröffnet wurde.

Internationales Renommee & Anerkennung

Herbert von Karajan führte in seiner Amtszeit als Direktor (1956 – 1964) das seitdem beibehaltene Prinzip ein, Opern ausschließlich in ihrer Originalsprache aufzuführen und begann, regelmäßig die international besten Sänger an der Wiener Staatsoper zu engagieren. Nicht zuletzt deshalb kann sich die Wiener Staatsoper heute unter den besten Opernhäusern der Welt behaupten.