Theater in der Josefstadt

Das 1788 gegründete Theater in der Josefstadt ist heute das älteste bespielte Theater in Wien. Über 350.000 Besuchern genießen jährlich mehr als 700 Aufführungen und werden dabei von der einzigartigen Atmosphäre des Theaters begeistert. Die spezielle Architektur erzeugt eine intensive Nähe der Schauspieler zum Publikum, wodurch die Stücke besonders authentisch aufgeführt werden.

Geschichte des Hauses – Ein Wirtshaus wird zum Kulturzentrum

Der Ursprung des Theaters liegt in der bescheidenen Intention eines Wirten, der den Grundstein im Garten seines Wirtshauses „Bey den goldenen Straußen“ lediglich errichtete, um seinen Umsatz zu steigern. Schon bald reichten die vorhandenen Kapazitäten jedoch nicht mehr aus, um dem überwältigenden Publikumsansturm gerecht zu werden. Nach dem Neubau 1822 und der Gestaltung der Fassade durch den berühmten Biedermeier-Architekten Josef Kornhäusel wurde das Haus durch Beethovens Werk „Die Weihe des Hauses“ eröffnet- und vom Komponisten persönlich dirigiert. Aber nicht nur Beethoven gab seine Künste hier zum Besten. Im Laufe der langjährigen Historie spielten auch Richard Wagner, Johann Strauss (Vater), sowie Johann Nestroy und Ferdinand Raimund im Theater in der Josefstadt auf.

Umbau des Theaters nach italienischem Vorbild

1924 baute Max Reinhardt das Haus nach dem Vorbild des Teatro La Fenice in Venedig um. Nach einer neuerlichen baulichen Generalrenovierung 2007 erstrahlt das Theater heute in neuem Glanz. Zielsetzung der derzeitigen Direktion ist es, das Theater in der Josefstadt durch möglichst zahlreiche Ur- und Erstaufführungen weiterhin als „Kraftmotor österreichischer Dramatik“ zu führen. Seit 1949 werden überdies die Kammerspiele als Boulevardbühne des Theaters genutzt.

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