Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart war ein österreichischer Komponist und Virtuose im Klavier- und Violinspiel. Heute gilt Mozart für viele als bedeutendster und populärster Künstler in der klassischen Musikgeschichte. Sein- trotz seines frühen Todes- umfangreiches Werk erfreut sich weltweit größter Beliebtheit unter Klassikliebhabern.

Musikalisches Schaffen

Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 als Sohn des Musikers Leopold Mozart in Salzburg geboren. Letzterer förderte sein Talent intensiv, und so zeigte sich Wolfgangs hohe musikalische Begabung bereits in jungen Jahren: Im Alter von 4 Jahren konnte er bereits Klavier spielen, ein Jahr später begann er mit seinen ersten eigenen Kompositionen. Bald lernte der Virtuose auch auf der Geige zu musizieren.

Schon ab seinem 6. Lebensjahr unternahm das „Wunderkind“ Mozart gemeinsam mit seinen Eltern Reisen zu den Höfen der adeligen Gesellschaft. Höchst bekannt ist u.a. sein Besuch bei Kaiserin Maria Theresia, die von seinem virtuosen Klavierspiel genauso angetan war, wie das weitere Publikum, das Mozart auf seiner internationalen Europareise unterhielt. Mozart studierte die Kunst des Komponierens intensiv anhand der Werke anderer Komponisten, und schrieb schon mit 8 Jahren in London weitere Klavierkompositionen und Sinfonien.

Nachdem Mozart zum erwachsenen Mann herangewachsen war und nicht mehr von seinem Status als „Wunderkind“ profitieren konnte, tat er sich lange Zeit schwer, eine feste Anstellung zu finden. Daran konnten auch seine ersten großen Erfolge mit der Oper „La finta giardiniera“, die 1775 in München ihre Uraufführung erlebte, oder der Oper „Il re pastore“ vorerst nichts ändern. Erst 4 Jahre später wurde er in Salzburg zum Hoforganist und Konzertmeister berufen. In den Folgejahren feierten seine Meisterwerke wie „Idomeneo“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Die Hochzeit des Figaro“, „Don Giovanni“, „Così fan Tutte“, „La clemenza di Tito“ oder „Die Zauberflöte“ vor allem in Prag größte Erfolge. Trotz des Ruhms musste Wolfgang Amadeus Mozart aufgrund seines aufwendigen Lebensstils Zeit seines Lebens mit großen finanziellen Sorgen kämpfen.

Im Jahr 1791 erkrankte der Komponist schwer. Sein kurz zuvor in Auftrag genommenes, letztes Werk „Requiem“ konnte Mozart nur noch zum Teil fertig komponieren, ehe er im Alter von 35 Jahren starb. Das Stück wurde schließlich von seinen Schülern Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr vollendet.

Nachwirkung & Bedeutung von Mozarts Gesamtwerk

Mozarts Gesamtwerk umfasst über 1000 Werke, wovon sich vor allem die zahlreichen Opern größter Beliebtheit erfreuen. Daneben unterstreichen insbesondere seine 17 Messen und über 50 Sinfonien seine Bedeutung als zentrale Persönlichkeit in der Geschichte der klassischen Musik. Dass man heute so viel über den Komponisten weiß, liegt an den zahlreich erhaltenen Briefen zwischen ihm und seiner Familie, aber auch am Mozarteum Salzburg, das sich seit 1841 intensiv mit der Mozart-Forschung auseinandersetzte.

Mozarts Kunst zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er in seinen Kompositionen die verschiedensten Stile der damaligen Zeit in sich aufgenommen und zu einem neuartigen Gesamtwerk verschmolzen hat. Damit gelang ihm in seiner Musik eine Verbindung zwischen dem „scheinbar Leichten, Eingängigen, und dem musikalisch Schwierigen und Anspruchsvollen“. An Mozarts Kompositionstechniken knüpften vor allem Beethoven und die meisten Musiker des 19. Jahrhunderts an.

Bedeutendste Werke Mozarts (Auswahl):

KV 196 – "La finta giardiniera“
KV 366 – “Idomeneo“
KV 384 – "Die Entführung aus dem Serail“
KV 492 – “Le nozze di Figaro“
KV 525 – “Eine kleine Nachtmusik”
KV 527 – “Don Giovanni”
KV 588 – “Così fan tutte”
KV 620 – “Die Zauberflöte”
KV 621 – “La clemenza di Tito”
KV 626 – “Requiem”